Cecilia – Pressekonferenz

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Hallo meine lieben Buchlingen,

heute habe ich, zusammen mit Maike und Tine von “Nicht ohne Buch” eine kleine Pressekonferenz zur “Cecilia” Reihe vorbereitet. Ich hoffe, ihr habt genau so viel Spaß, wie wir.

Die Konferenz beginnt

Sarah: Huhu Lia und natürlich auch ein herzliches Hallo an die anderen,

schön, dass ihr es einrichten konntet und uns ein paar Fragen beantworten möchtet.

Wenn etwas zu persönlich ist oder ihr auf etwas nicht antworten möchtest, ist das vollkommen ok.

Ich starte einfach mal. 

Lia, wie geht es dir momentan?

Cecilia: Hallo Sarah. Das machen wir gern. Die treffendste Antwort ist hier wahrscheinlich, dass es mir den Umständen entsprechend geht. Kann man sich vielleicht denken.

Sarah: Viele Leser fragen sich, welcher Mensch du bist, deswegen starte ich ganz locker mit einem kurzen Entweder / Oder Quiz.

Cecilia: Ähm…okay!

Sarah:

Kaffee oder Tee?    Beides

Buch oder Zeitung?    Buch

Hund oder Katze?    Hund, glaub ich.

Elias oder Noran?    *lacht* Du bist lustig! Nach den letzten Wochen, sollte das klar sein.

Sarah: OK, ich geb zu, das war echt plump, aber jetzt ist die Stimmung ein wenig lockerer.

Cecilia: Stimmt!

Sarah: Du hast ja jetzt schon einiges durchgemacht und etliche Situationen gemeistert.

Hast du das Gefühl, dass du noch immer die Lia bist, die du zu Beginn warst? (In welchen Bereichen siehst du eine Veränderung?)

Cecilia: Ich frage mich manchmal, ob ich überhaupt noch Lia bin. Das letzte halbe Jahr hat mein ganzes Leben umgekrempelt. Ich habe Dinge erfahren, die ich nie für möglich gehalten hätte. Ich habe Neues gelernt, ich habe Altes hinter mir gelassen. Ich habe meinen Vater verloren. Allein das hat eine andere aus mir gemacht. Ich bin stärker geworden. Nicht nur körperlich. Ich bin misstrauischer und hinterfrage viel mehr als noch zu der Zeit in Vienna. Ich habe erlebt, was es bedeutet vor Trauer zu vergehen. Vor Wut verrückt zu werden. Vor Sorge zu verzweifeln. Und ich weiß jetzt, was es bedeutet, Liebe zu empfinden. Wahrhaftige, ehrliche Liebe. Die Liebe kann einem Flügel verleihen, aber sie kann dich ebenso gut in den Abgrund ziehen. Ich war schon oft dankbar für diese Liebe, aber mindestens ebenso oft habe ich sie verflucht. Trotzdem ist all das, was ich erlebt habe wichtig. Wenn es anders gelaufen wäre, dann wäre ich nicht die, die ich heute bin. Eine ganz andere Lia als die von letztem Jahr. Aber eine, mit der ich sehr gut leben kann.

Tine: Cecilia, auch von mir eine Frage: Was hast du dir gedacht, als der Wunsch deines Vaters geäußert wurde, dass du Noran heiraten sollst?

Cecilia: *seufzt* „Na ja, zuerst habe ich gedacht, es ist soll ein blöder Scherz sein. Ich sagte ihm, er solle aufhören, mich zu veralbern, aber der Ausdruck auf seinem Gesicht hatte mir regelrecht Angst eingejagt. Er sah ernst aus und wütend und beinahe verzweifelt. Ich verstand nicht, wie er plötzlich auf diese Idee kam. Und er gab mir auch keine vernünftige Erklärung. Außer der, die wir alle kennen. Es war, als würde ein Fremder vor mir sitzen. Er war in diesen Stunden, in denen wir diskutierten, ein völlig anderer Mensch. Das war – bis zu diesem Zeitpunkt – wohl der schlimmste Tag meines Lebens. Heute allerdings … bedeutet mir dieser Tag sehr viel. Hätte es ihn nicht gegeben, dann würde ich wohl noch immer nicht wissen, wer ich bin. Ich hätte meine Familie nicht kennengelernt. Und ich hätte … Elias nicht kennengelernt. Das ist der Grund, warum ich die Zeit – trotz des ganzen Schmerzes – niemals zurückdrehen würde.“

Meike: Elias, glaubst Du, dass es für Dich noch eine Chance gibt, nachdem Lia nun mit Noran geht?

Elias: „Wenn ich nicht daran glauben würde, könnte ich mich ebenso gut auch gleich umbringen. Es ist zum Glück nicht die Frage nach einer Chance. Es ist eine Frage des Durchhaltevermögens. Der Stärke. Lias Stärke. Und wie wir wissen, ist sie die Stärke in Person. Nur … auch Lia wird nicht ewig durchhalten. Irgendwann wird sie aufgeben. Deshalb kommt es auf jeden Tag, jede Stunde, jede Minute an. Die Zeit spielt gegen uns und für meinen Bruder. Aber ich werde alles tun, wirklich alles, was nötig ist. Nicht nur Noran hat Rücksichtslosigkeit gelehrt bekommen, um das zu kriegen, was er will. In manchen Dingen, sind wir beide wie unser Vater.“

Sarah: Cecilia, hattest du jemals das Bedürfnis, Elias zu verhauen?

Cecilia: *lacht* Oh ja! Beinahe täglich! Beinahe täglich seit fast 6 Monaten.

Tine: Noran, was war für dich der schönste und der schlimmste Tag mit Cecilia?

Noran: „Das ist einfach: Der Tag unserer Verlobungsfeier in Vienna. Ich dachte, mein Herz würde platzen, als sie mir das erste und das einzige Mal gesagt, hat, dass sie mich liebt.“ *sieht zu Lia* „Das war mit Abstand der schönste Moment meines Lebens. Und kurz danach … na ja, ihr wisst ja, wie es weiterging an diesem Abend. Sie wurde mitgenommen und ich konnte nichts tun, um sie zu retten.“

Elias: „Von wegen „retten“!“

Noran:  „Du hast dich in diesem Moment nicht anders gefühlt als ich, Bruder. Gib’s doch zu!“

Elias: „Stimmt! Aber ich dachte, dass sie entführt werden würde. Du wusstest, dass das ganze eine Rettungsaktion war. Du hast nur bedauert, dass sie geglückt ist!“

Noran: *räuspert sich und senkt den Blick* „Das war jedenfalls der schlimmste und der schönste Tag mit Lia.“

Tine: Elias, wie bist du mit deiner Eifersucht umgegangen? Wann war es am schwersten für deinen Bruder zurückzustecken?

Elias: „Puuhhhh … scheiße war’s die ganze Zeit. *zuckt mit den Schultern* *überlegt kurz* Aber ich denke, das Schlimmste war, nicht zu wissen, wenn sie zusammen waren. Beziehungsweise, wenn ich sie nicht zusammen sehen konnte. Solange ich dabei war, wenn sie Händchen hielten oder er sie geküsst hat oder sie sonst irgendwas gemacht haben, wusste ich, was vor sich ging. Richtig schlimm war es nur, wenn ich sie nicht sehen konnte. Wenn ich nicht wusste, was sie machten. Ich malte mir Dinge aus, die mich halb wahnsinnig machten vor Eifersucht. Das beste Beispiel hierfür ist wohl die Ballonfahrt. Davor hatte ich Angst. Davor, dass Lia sich einlullen lässt. *wirft Noran einen bösen Blick zu* Und als sie an diesem Abend nicht zu unserer vereinbarten Verabredung im Turm gekommen ist, war klar, dass etwas passiert sein musste. Anschließend dann die Bestätigung zu bekommen … das war wohl der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich niemals damit würde leben können, dass sie meinen Bruder heiratet. Wäre der Abend der Verlobung anders verlaufen. Hätte sie Ja gesagt, hätte sie Noran geheiratet – dann wäre ich gegangen. Das war die einzige Option, die übrig blieb.“

Noran: „Du wärst gegangen? Wirklich? Du hättest nicht versucht, sie zurückzubekommen?“

Elias: *knirscht mit den Zähnen* „Nein. Sie hätte ihre Entscheidung getroffen. Damit hätte ich leben müssen.“

Sarah: Auch deinem Herzen wird es nicht leicht gemacht, Cecilia, und Elias und Noran setzen dir ordentlich zu. Wie sieht es momentan gefühlstechnisch bei dir aus?

Cecilia: Um ehrlich zu sein, versuche ich im Moment überhaupt nichts zu fühlen. Alles, was ich zulassen würde, würde mich fertig machen. Ich würde die kommende Zeit, den Rest meines Lebens nicht durchstehen, wenn ich nicht wenigstens versuche, meine Gefühle auszuschalten. Gedanken, Erinnerungen … das alles versuche ich fernzuhalten. Und ob man es glaubt oder nicht, es hilft. Es hilft dabei, nicht den Verstand zu verlieren.

Meike: Sam, was hast Du erwartet, wie Lia sein würde, nachdem sie damals nicht ganz freiwillig bei euch im Palast gelandet war. Hat ihr Verhalten Dich überrascht?

Sam: „Tja, ehrlich gesagt, hab hatte ich keine Ahnung, wie sie drauf sein würde. Ich wusste ja, was ihr alles passiert war und ich kannte sie nicht. Es hätte sein können, dass sie völlig irre ist, dass sie um sich schlägt oder uns auch kein Wort glaubt. Wer hätte das schon wissen können. Aber Onkel Dan meinte, dass sie stark wäre. Dass sie einfach etwas Zeit brauchen würde. Und er hatte recht. Ich war furchtbar neugierig auf Lia. Vor allem, weil es stinklangweilig war im Palast, bevor sie gekommen ist. *grinst Lia an* Sie hat … ein bisschen Abwechslung reingebracht. Und als ich sie damals im Foyer das erste Mal gesehen hab, wurde mir erst bewusst, wie schlecht es ihr ging. Sie sah grauenvoll aus. Fast wie ich! Das hat mir Angst gemacht, um ehrlich zu sein. Ich … ich wollte ihr helfen.“ 

Lia: „Das hast du!“ *lächelt Sam an*

Sam: „Hat sich ja sonst keiner gefunden.“ *zwinkert Lia grinsend an*

Tine: Fax, wie ist es für dich gewesen Cecilia zu trainieren? Ist es anders, da sie die Prinzessin ist?

Fax: *wirft einen Blick zu Cecilia* „Ich sollte wahrscheinlich sagen: „Soldat ist Soldat – egal welchen Namen er trägt“, aber natürlich war es etwas ganz anderes. Nicht wegen ihres Titels, ihrer Abstammung oder ihrer völligen Unkenntnis und Unfähigkeit anfangs.“

Cecilia: „Hey!“

Fax: *schnaubt lachend* „Sondern es ging um die Aufgabe, die vor ihr lag. Sie hatte keinerlei Erfahrung mit dem Kämpfen oder dem Drill des Militärs. Trotzdem musste ich innerhalb weniger Wochen eine einigermaßen überlebensfähige Soldatin aus ihr machen. Ich dachte, der König wäre verrückt geworden. Dass das unmöglich wäre … aber – Cecilia hat mich vom Gegenteil überzeugt. *lächelt Lia flüchtig an* Es waren ihr Kampfgeist, ihre Stärke, ihr Durchhaltevermögen – das alles hat mir geholfen, ihr zu helfen. Und es sind die Gründe, warum ihr mittlerweile mein Respekt gehört.“

Sarah: Cecilia, hättest du vor 5 Jahren daran gedacht, jetzt da zu sein, wo du jetzt bist?

Cecilia: Natürlich nicht! Wie hätte ich das ahnen können. Die einzigen, die etwas in der Richtung hätten vermuten können sind Dad und Onkel Dan. Ich hätte niemals im Leben gedacht, dass mein Leben so aus den Fugen geraten würde. Schon gar nicht, vor fünf Jahren. 

Meike: Noran, Du warst der Kronprinz, als Du Cecilia kennengelernt hast und bist nun König. Gab es Zeiten in denen Du Dir gewünscht hättest nicht der Thronanwärter von euch beiden zu sein?

Noran: „Natürlich gab es die. Es … es ist kein Geheimnis, was für ein Mensch mein Vater war. Ihr könnt nicht nachvollziehen, wie es ist, Schuld daran zu haben, wenn der eigene Bruder grün und blau geschlagen wird, weil man versagt hat. Nicht nur einmal habe ich mir gewünscht, mit Elias tauschen zu können. Für einen Fehler bestraft zu werden, ist eine Sache. Zusehen zu müssen, wie jemand anderer dafür bestraft wird … jemand, den man liebt, eine ganz andere. Aber ich erwarte nicht, dass ihr das versteht.“

Tine: Marissa, welche Eigenschaft deiner Schwester hättest du gerne

Marissa: „Oh, lass mich kurz nachdenken. *schaut zu Lia und überlegt* Lia hat viele Talente. Wir alle wissen, wie toll sie Klavierspielt. Sie kann auch kochen, auch wenn ihrs nicht glaubt.“

Lia: *lacht*

Marissa: „Sie hat einen guten Geschmack, was Kleidung angeht. Sie hat ein Gespür für Farben. Sie ist wahrscheinlich der kreativste Mensch, den ich kenne. Aber das alles hilft dir nicht, wenn du in Not bist. Wenn es gefährlich wird. Und wir alle leben nun mal ein Leben, in dem es furchtbar gefährlich werden kann. Daher würde ich sagen: ihre Stärke. Ich weiß nicht woher sie die Kraft nimmt, einfach immer weiterzumachen. Keine Ahnung, wo sie den Mut her hat, in einer Gefahrensituation nicht einfach davonzulaufen, sondern sich ihr zu stellen. Manchmal scheint es, als hätte sie vor gar nichts Angst.“

Lia: *legt ihrer Schwester sanft die Hand auf den Arm* Das täuscht, Schwesterchen.

Marissa: „Egal! Ich wäre gern so mutig wie Lia. Aber ich glaub, das werde ich nie sein.“

Meike: Marissa, Ysis, euer erstes Aufeinandertreffen war – zumindest für die übrigen Anwesenden – durchaus interessant und amüsant. Was habt ihr voneinander gedacht? 

Marissa: „Also ich war völlig fasziniert! Ging’s dir auch so?“ *schaut zu Ysis*

Ysis: *kommt nicht dazu, zu antworten*

Marissa: „Ich dachte, dass ich noch nie einen interessanteren Menschen gesehen habe. Diese weißen Tattoos auf seiner Haut. Die dunklen Augen. Seine Größe und seine Ausstrahlung! Das alles hat mich sofort beeindruckt. Ich wusste gleich, dass ich ihn besser kennenlernen wollte. Und dann Schnee! Sein weißes Fell neben Ysis‘ dunkler Haut … sie sahen aus wie ein Gemälde, wie sie da in Matayos Salon standen. Mir wurde ziemlich schnell klar, dass er nicht gern redete. Also entschloss ich mich kurzerhand, ihn anzusprechen. Und … wie soll ich es sagen: Ich rede genug für uns beide.“ *lächelt Ysis an*

Ysis: *nickt* „Das tut sie.“

Marissa: „Mehr hast du nicht zu sagen?“ *zieht eine Augenbraue in die Höhe*

Ysis: „Ähm … ich, ich fand sie auch interessant.“

Marissa: „Und …?“

Ysis: „Und … fand sie hübsch?“ *runzelt die Stirn*

Marissa: *seufzt* „Na ja, wie ich sagte: Er ist kein Mann der großen Worte.“

Meike: Matayo, Cecilia geht mit Noran. Wenn Du ihr etwas mit auf den Weg geben könntest, was wäre das?

Matayo: *sieht eine ganze Weile zu Lia, bevor er antwortet* „Würde.“

Lia: *sieht verwirrt aus* „Würde?“

Matayo: „Würde! Ein Feind kann dir vieles antun. Er kann dich quälen. Körperlich. Seelisch. Er kann dich brechen, wenn er weiß, wie er es anstellen soll. Und dein Feind, Cecilia, kennt dich gut. Es ist deine eigene Entscheidung, ob und wie nah du ihn an dich heranlässt. Wieviel nötig ist, um zu überleben und ab wann es nur noch deiner eigenen Behaglichkeit dient. Aber bedenke: mit jedem Schritt auf ihn zu, verlierst du ein Stück deiner Würde. Und ohne Würde, Cecilia, verlierst du nicht nur deine Stärke und all das, wofür die Leute hier dich so schätzen … sondern, du verlierst dich selbst. Und wenn du das tust, verrätst du dein Land, dein Volk, deine Familie und … *sieht zu Elias* dein Herz.“ 

Sarah: Last but not least – wo würdest du dich gerne in 5 Jahren sehen, Cecilia?

Cecilia: Wo ich mich gern sehen würde und wo ich mich tatsächlich sehe, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Und weder das eine noch das andere muss heißen, dass es auch wirklich so kommen wird. Ich möchte lieber nicht über die Zukunft sprechen und irgendwas beschreien. Die Gedanken über meine Zukunft, sind die einzigen, die mich nicht quälen. Die ich nicht verdrängen muss. Sie sind gar nicht da! Denn im Moment sehe ich nur ein schwarzes Loch.

Sarah: Vielen Dank noch einmal, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Cecilia: Das haben wir gern gemacht.

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